3-9 Therese Felicite

Marie Thérèse Félicité
«Madame Thérèse»
Madame Sixième

(16.05.1736 - 28.09.1744)



Prinzessin Thérèse kam am 16.05.1736 als neuntes Kind und siebte Tochter von König Louis XV und Königin Marie Leszczyñska im Palast von Versailles zur Welt. Das Kind wurde als sechste lebende Tochter (Schwester Marie Louise
starb bereits 1733) Madame Sixième genannt.

Im Alter von zwei Jahren stand die Erziehung der Kleinen in der königlichen Abtei Fontevraud (Region Anjou) bevor. Und so verließ Thérèse am 06.06.1738 gemeinsam mit vier ihrer Schwestern -  Victoire (5 Jahre), Sophie (4 Jahre) und Louise (11 Monate alt) - samt Kammerdienerinnen, Mobiliar, Silbergeschirr und Gepäck den Palast von Versailles, begleitet von einer militärischen Eskorte.

Madame Thérèse wurde seit ihrem Umzug in die Abtei immer wieder krank. Ihre Amme vermutete das viel zu warme Klima der Region als Ursache dafür.
Mitte September des Jahres 1744 erkrankte die Prinzessin erneut schwer. Die Ärzte stellten bald fest, dass das Mädchen die Pocken hatte.
Die Äbtissinnen von Fontevraud entschieden, die Kleine am 27.09.1744 schleunigst auf den Namen Marie Thérèse Félicité zu taufen, da sie um das Leben des Kindes fürchteten.

Am darauffolgenden Tag verstarb Thérèse in der Abtei Fontevraud und wurde dort bestattet.

Ihren Vater, Louis XV, der im gleichen Jahr während eines Feldzugs in Metz schwer erkrankte, sich aber auf wundersame Weise wieder erholte, hatte Thérèse seit ihrer Abreise aus Versailles nie wieder gesehen.

Die Etikette verbot zudem dem Königspaar die 10-tägige Reise zur Abtei, um am Totenbett ihrer Tochter zu beten.
Der König nahm den Verlust dieser Tochter, die er nicht hat aufwachsen sehen dürfen, später zum Anlass, den Künstler Jean-Marc Nattier mit dem berühmten Porträt der anderen drei Töchter zu beauftragen:

 

Thérèses Schwestern verließen die Abtei schließlich im Jahre 1750 und kehrten nach Versailles zurück.

 

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